Papier kommt aus der Mode?

Wohl kaum.

Der Konsum von Informationen hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt, spätestens seitdem großformatige Infografiken Texte im einstmals drögen Tageszeitungs-Einerlei auflockern muss eingestanden werden, dass lange Texte Leser langweilen.

Wahrscheinlich hat das Internet diese Lesefaulheit befördert, der Wörter-Konsument ist es mittlerweile gewohnt schnell und zielgerichtet genau jene Informationen zu bekommen, die er gesucht hat. Google & Co. haben unser Leseverhalten vermutlich mehr verändert als die klassische Literatur einer Obenstufe es jemals vermocht hätte.

Dennoch geht an Papier als Kommunikationsmittel kein Weg vorbei.

Es gibt Bereiche in denen Papier immer noch das Maß aller Dinge ist. Wer Informationen nicht nur konsumieren, sondern auch verstehen möchte, hat faktisch keine andere Wahl als den Drucker zu bemühen oder ein Buch zu Hand zu nehmen. Ein Beispiel? Mir z.B. ist niemand bekannt, der versucht hätte die Bedienungsanleitung seines neu erworbenen TV- und Multimediagerätes als pdf am Bildschirm nachzuvollziehen. Hier muss ganz einfach die zur Buchstärke herangewachsene Bedienungsanleitung her. Alles andere ist unpraktisch.

Print muss interessieren und informieren

Dennoch muss dem verwöhnten Leser mittlerweile mehr geboten werden als „nur“ eine anleitende Beschreibung. Unabhängig von der Art des Mediums sollten Texte informieren, interessieren und dem Leser, der sich immerhin die Zeit nimmt Papier zu wälzen, einen Nutzen vermitteln.

Diesen Anspruch verfolgen wir online und natürlich erst recht in dem immer aktuellen Medium Print.